25/02/2008
Höchste Zeit für ein Post
Ja, ich habe meinen Blog in der letzten Zeit wirklich sträflich vernachlässigt. Wäre der Blog ein Tamagotchi (weiß noch jemand was das ist?), dann wäre das kleine Wesen schon längst wegen mangelnder Fürsorge abgekratzt. Na ja, nüchtern betrachtet, handelt es sich ja bei "Kulturschock" an sich schon um eine Totgeburt und muss gar nicht erst aus Mangel an Ideen eingehen. Denn einen vorwiegend deutschsprachigen Blog auf einer italienischen Seite mit kopflastigen Posts zu füttern, erfordert eube gewisse Tollkühnheit. Alles nur eine Frage der richtigen Tags.
Nee, vor Kreativität schäume ich im Augenblick nicht über. Lieber lasse ich Dinge auf mich einwirken. Rezipieren geht über agieren. Da wäre zum Beispiel ein toller Film wie "There will be blood" oder das letzte Buch von Philip Roth "Exit Ghost". Genau der Philip Roth, der wie kein anderer über Prostataprobleme alternder Schriftsteller schreiben kann. Jemand hat mich gefragt, warum ich mir das antue und ich frage mich, steht die Midlife-Crisis vor der Tür oder gar der "Exit Ghost" höchstpersönlich? Keine Ahnung.
Was will ich damit sagen? Boh?
22:00 Scritto da: chrisnick | Link permanente | Commenti (0) | Segnala | Tag: exit ghost | OKNOtizie |
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10/12/2007
Vernachlässigung
Ja, ja, ich habe den Blog in der letzten Zeit ziemlich vernachlässigt. Wäre mein Blog eine Art Tamagotchi (weiß noch jemand, was das ist?), dann wäre mein Küken längst abgekratzt. Zu schreiben hätte es genug gegeben, aber - ganz schwache Ausrede - ich bin einfach nicht dazu gekommen. Setzen wir doch noch eine schwächere Ausrede drauf: die Vorweihnachtszeit, die Reise nach Berlin, die Reise nach Leipzig, das Konzert mit den Berliner Philharmonikern (gääähn... - wer' noch nicht erlebt hat, kann's auch nicht beurteilen), Liebesleben (gemeint ist natürlich der Film von Maria Schrader). An Themen fehlt es nicht. Aber an der Ausführung.
22:03 Scritto da: chrisnick in blog life | Link permanente | Commenti (0) | Segnala | OKNOtizie |
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17/11/2007
Pro-aktiv? Nöö, muss nicht sein!
"Aktiv" sind wir heute ja alle und jederzeit. Aber das allein reicht nicht mehr, da darf es ruhig etwas mehr sein. Die Devise heißt jetzt "pro-aktiv" sein. Und was firmiert neuderding nicht alles unter dem Stickwort "pro-aktiv": Reinigungstabletten für die dritten Zähne, Multivitaminsaft, Stützstrümpfe, Benzin und weiß der Teufel was noch. Sogar der gute alte "Aktivkohlefilter" für die Pfeife wird bestimmt bald pro-aktiv. Aber was soll das bitte schön denn eigentlich heißen. Aktiv steht für mich im Gegensatz zu Passiv. Wenn ich die Initiative ergreife, dann bin ich aktiv. Kann ich denn noch mehr tun, als das? Ich kann versuchen, das Heft in der Hand zu halten, aber muss ich es meinen Mitmenschen dann unbedingt um die Ohren hauen, damit ich als "pro-aktiv" eingestuft werde.
Nein, ich finde diesen Begriff irreführend und gegen jede Logik. Ich muss nicht immer noch eins sprachlich drauf setzen, um eine Banalität beim Namen zu nennen. Wahrscheinlich haben wir diesen Schwachsinn mal wieder irgendeinem amerikanischen Motivationsguru zu verdanken, der mit "Pro-Aktivität" Geld scheffeln möchte und die Werbefritzen haben sich gleich auf den Neologismus gestürzt. Wenn ich "pro-aktiv" bin, dann schlage ich zum Beispiel mit der Fliegenpatsche zu, noch bevor ich die anfliegende Mücke überhaupt gehört oder gar gesehen habe. Das sieht dann in Wirklichkeit eher unsinnig aus und könnte sogar kontraproduktiv wirken, da ich die lästige Mücke warne und ihr gar keine Chance gebe, mich zu nerven. Ich stelle, um es pseudo-etologisch auszudrücken, die Reaktion vor den Reiz und kehre so das alt hergrbachte Reiz-Reaktions-Schema um, aber was gewinne ich dadurch?
Mehr als vorauseilender und damit ziemlich kopfloser Aktionismus steckt also nicht hinter der "Pro-Aktivität" und wenn damit unterschwellig womöglich "vorauseilender Gehorsam" eingefordert wird, wenn man mir sagt, "seien Sie pro-aktiv", dann sollte man dieses hässliche und ziemlich hohle Wort am besten wieder in der Mottenkiste verschwinden lassen, aus der man es hervorgezerrt hat. Aktiv zu sein reicht mir voll und ganz.
16:02 Scritto da: chrisnick in lingue e linguaggi | Link permanente | Commenti (1) | Segnala | Tag: linguaggio, neusprech, sprachkritik | OKNOtizie |
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